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Systemische
Verfahren
Was sind systemische Verfahren?
Die systemische Therapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren. Sie betrachtet psychische Belastungen nicht isoliert als „Problem einer einzelnen Person“, sondern im Zusammenhang mit ihren Beziehungen und sozialen Systemen – etwa Familie, Partnerschaft oder Arbeitsumfeld.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie entstehen und stabilisieren sich Probleme im Zusammenspiel von Beziehungen, Kommunikation und Rollen?
Ziel ist es, neue Sichtweisen für Dich zu eröffnen, Deine Ressourcen zu aktivieren und hilfreiche Veränderungen im System anzustoßen.
Welche Werkzeuge werden eingesetzt?
Systemische Therapie arbeitet stark ressourcen- und lösungsorientiert. Typische Methoden, die ich verwende, sind:
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Zirkuläre Fragen
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Reframing (Umdeutung)
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Aufstellungsarbeit
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Ressourcenaktivierung
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Lösungsorientierte Fragen
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Einbezug wichtiger Bezugspersonen
(Je nach Anliegen können Partner:innen oder Familienmitglieder in die Therapie einbezogen werden).
Systemische Verfahren sind transparent, wertschätzend und stark auf Kooperation ausgerichtet. Sie helfen Dir, festgefahrene Interaktionsmuster zu verändern und neue, konstruktive Wege im Miteinander zu entwickeln.
Systemische phänomenologische Aufstellungsarbeit ...
... ist eine therapeutische und beratende Methode, die verborgene Dynamiken, Beziehungsstrukturen und Konflikte innerhalb eines Systems (Familie, Partnerschaft, Team, Organisation) sichtbar und erfahrbar macht. Sie kombiniert den Blick auf das Ganze (systemisch) mit einer Haltung der vorurteilsfreien Beobachtung des Augenblicks (phänomenologisch).
Die Methode betrachtet den Menschen nicht isoliert, sondern als Teil eines Beziehungsgeflechts. Probleme werden oft als Ausdruck von Störungen in diesem System (z.B. Verstrickungen in der Herkunftsfamilie) verstanden.
Phänomenologisch beschreibt die Haltung des Aufstellungsleiters und des/der Teilnehmer(s). Es wird das beobachtet, was sich im Moment der Aufstellung zeigt (Phänomene) – Gefühle, Körperhaltungen, räumliche Positionen der Stellvertreter. Bei Einzelaufstellungen kommen als „Stellvertreter“ beschriftete Blätter oder andere Gegenstände zu Einsatz und werden im Raum verteilt. Es wird nicht im Vorfeld interpretiert oder bewertet.
Das "Feld" (Wissendes Feld): die „Stellvertreter“ nehmen Positionen im Raum ein, die für Mitglieder des realen Systems stehen. Ohne nähere Informationen über die Rollen nehmen sie oft Gefühle und Haltungen der echten Personen wahr (repräsentierende Wahrnehmung). Bei Einzelaufstellungen nehmen dies der Klient und der Aufstellungsleiter wahr.
Vorgehen bei Einzelaufstellung: Du stellst „Stellvertreter“ für relevante Personen (oder Aspekte wie "Geld", "Krankheit") im Raum auf. Wir fühlen uns jeweils in die Stellvertreter ein und verändern die Konstellation phänomenologisch bis sich ein stimmiges, lösungsfähiges Bild ergibt.
Nutzen:
Visualisierung: Unsichtbare Dynamiken werden räumlich sichtbar.
Erfahrung: Konflikte und Verstrickungen werden körperlich/emotional spürbar.
Lösung: Neue, ordnende Bilder und Wege können entstehen, die Entlastung bringen.